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Hier ein weiteres Bild von mir. (Ich nehme nur eigene Bilder, da Ihr noch so zurückhaltend seid – schickt mir doch einfach mal ein Bild von EUCH!)
Das Bild zeigt die „Second Bank of US“, in Philadelphia.

2nd Bank of US, Philadelphia von Pascal Liening

"2nd Bank of US, Philadelphia" von Pascal Liening

Der höchste Kontrast, und somit das optische Zentrum des Bildes, ist relativ mittig, dort wo die helle Säule gegen den dunklen Hintergrund steht. Das Auge wandert das Gebäude empor und wird vom Baum daran gehindert, aus dem Bild zu gleiten. Die Komposition finde ich eigentlich recht schön, obwohl mir nicht so gut gefällt, dass der Baum so in die Ecke gequetscht ist: Der Stamm hätte doch lieber ganz zu sehen sein sollen, so dass rechts noch etwas von der Umgebung im Bild zu sehen wäre. Aber das lässt sich leider nicht mehr ändern.
Was mir gut gefällt, sind die starken Schatten im Bild, es war um die Mittagszeit im Sommer und so zeigt sich sehr schöne Stimmung, von Licht und Schatten erzeugt.

Was meint Ihr?
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Nach dem tragischen Bild von gestern, heute mal wieder etwas „leichtere Kost“. Eine weitere schöne Kinderbuchillustration von Bernhard Oberdieck.

Kinderbuchillustration von Bernhard Oberdieck

Kinderbuchillustration von Bernhard Oberdieck

Hier ist die Komposition wieder wunderbar. Elemente im Hintergrund (Teppich, Box) führen die Augen aufs Geschehen hinzu und haben eine schwächere Färbung – somit die Hauptelemente hervortreten. Optisches Zentrum, Maus und Bärenkopf sind nicht langweilig mittig, sondern etwas versetzt nach rechts platziert.
Was mir auch sehr gut gefällt: Der Spiegel-Rahmen dient als wirklicher Rahmen, der das Hauptgeschehen einklammert und ihm somit wieder mehr Wichtigkeit verleiht.
Auch die Stofflichkeit des Bären und der Couch wurde sehr schön herausgearbeitet.

Einziger Kritikpunkt könnte sein, dass die rechte Kante des Rahmens und die Couch-Lehne parallel verlaufen, und sich nur leicht berühren, wobei sie ein sehr kleines Stück der Wand dahinter zeigen. Schöner wäre es vielleicht gewesen, die beiden Elemente richtig überlagern zu lassen, oder die „Lücke“ dazwischen zu vergrößern. Das so entstehende Dreieck hätte das Lenken der Augen auf das optische Zentrum weiter verstärkt.

Ein wunderbares Bild, was meint ihr?

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Eine Illustration mit tragischer Geschichte von Sanja Krieger aka. Waterwing

Goldener Schuss von Tanja Krieger / Waterwing

"Goldener Schuss" von Tanja Krieger / Waterwing

Die Komposition finde ich sehr spannend, da alles akribisch perspektivisch und symmetrisch gezeichnet wurde. Selbst die Lage der Toilettenpapierrolle zeigt Symmetrie und beide Enden führen die Augen zur Person bzw, zum dessen Kopf.

Obwohl im Waschbecken, an der Tür und an weiteren Stellen Schatten angedeutet wurde, werden die Wände des Raums ohne Helligkeits-Unterschiede gezeichnet und der Raum wirkt daher fast nicht dreidimensional.
Ich hätte mir im oberen Bereich des Raumes auch Zeichen von „Abnutzung“ gewünscht, so wie es in der unteren Hälfte der Fall ist.

Obwohl ich den Effekt von rot als einziger Farbe im Bild sehr spannend finde, ist die rote Schrift etwas zu grell – auf dem hellen grau „flackert“ die Farbe regelrecht. Ich hätte entweder auf diese Schrift oder auf die Bildunterschrift verzichtet, da beide im Grunde das gleiche aussagen und keine zweite Erklärung brauchen. (Ist das Bild ein Auszug aus einem Comic, erklärt sich natürlich die Berechtigung des Textes.)

Ein sehr spannendes und bewegendes Bild!
Was meint Ihr?

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Hier eine Illustration von Horus, die das gleiche Thema (Die Aussage Horst Köhlers) meines vorletzten Posts aufgreift.

Finanzmarkt von Horus

Finanzmarkt von Horus

Was mir gefällt, ist die Tatsache, dass das Monster anonym bleibt, also nicht beschrieben wird. Man erkennt nur eine grobe dunkle Form. Auch den alten Fernseher finde ich schick und Horst Köhler ist sehr gut getroffen.

Weniger notwendig finde ich den Geldbeutel – oder aber man hätte massig viel Geld zeigen sollen? Der Zeitungstapel berührt mit seiner Kante direkt den Bildausschnitt, das wirkt etwas unnatürlich. Besser wäre es den Stapel entweder gar nicht oder eindeutig weiter in den Anschnitt zu platzieren.
Im direkten Verhältnis zum Fernseher erscheint das Monster klein und somit eher „niedlich“ als bedrohlich. Die Hand des Monsters überschneidet den Fernseher so das es ausschaut, als würde es den Regler des Fernsehers bedienen. Vielleicht hätte man mehr Stimmung erzeugen können, wenn der Raum an sich dunkler wäre und der Fernseher die umgebenen Elemente leicht anstrahlen würde?

Eure Meinungen sind gefragt!

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Dies ist ein Bild von Peter Bahn.
An diesem Bild „Landhaus“ kann man einige interessante Kompositionsregeln sehen.

Landhaus von Peter Bahn

Landhaus von Peter Bahn

Zunächst nimmt der Weg die gesamte untere Bildkante ein, das führt den Auge eigentlich direkt die Straße entlang, daher sollte eine solche Straße nie ganz gerade auf den Horizont zu führen, da die Augen sonst schnell wieder aus dem Bild gleiten. Eine geschwungene Straße wäre also besser. Was hier dem Herausgleiten jedoch clever entgegenwirkt, sind die Schatten der Bäume, die spitz von rechts in den Weg ragen, und die rasante Fahrt des Auges somit bremsen.

Was jedoch nun dennoch das Auge wieder weiter zum Horizont und somit vom Haus wegführt, ist der höchste Kontrast im Bild: Der Himmel oben Rechts. Da der große Baum in der Mitte keinen Himmel durchscheinen lässt, wirkt das helle Blau oben rechts wie eine herausstechende Form, die dem Haus (das weniger Kontrast zeigt) leider etwas den Rang abläuft.

Alles in allem aber ein schönes Bild, mit viel Stimmung, erzeugt durch Licht und Schatten.
Ein Landhaus an dem man gern vorbeispazieren möchte!

Was meint Ihr?

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Heute gibt es mal wieder eine Fantasy-Illustration. Und dazu noch ein „Vorher-Nachher“ Bild. Hier geht es zwar auch um Komposition, jedoch eher um Farbigkeit und Helligkeit, und wie diese beiden Aspekte auch zur Komposition beitragen.

Down in the Caves von Pascal Liening

Down in the Caves" von Pascal Liening

Verbesserungen:

  • Das obere Bild besitzt in der Umgebung der Flammen zu wenig Gelb-Anteil, der Raum wirkt beleuchtet, doch nicht die Flammen scheinen die Lichtquelle zu sein.
  • Der Eingang zur Höhle im oberen Bild ist zu stark erhellt und läuft somit dem eigentlichen optischen Fokus „Feuer“ den Rang ab. Abgedunkelt in der unteren Version liegt der Fokus ganz klar auf dem Feuer.
  • Die Schatten auf dem oberen Bild sind fast schwarz, auf dem unteren sind sie natürlich farbig und geben somit etwas vom Licht der Umgebung wieder.

Weitere Meinungen sehr willkommen.

Schickt mir auch Eure Bilder!

Heute zeige ich mal wieder ein Bild von mir.
BILDER VON EUCH SIND SEHR ERWÜNSCHT! Einfach zu mir mailen!

Bis dahin halt noch etwas von mir: Eine Kinderbuchillustration:

Kinderbuchillustration Maus von Pascal Liening

Kinderbuchillustration Maus von Pascal Liening

Die Komposition ist nicht sonderlich spannend, die Maus hätte mehr den Sessel verdecken können. Da Sessel und Bild beides halb angeschnitten sind, sieht das etwas seltsam aus.
Das grelle Leuchten von „draußen“ finde ich ganz schön, wirkt so ungewiss und spannend, jedoch hätte die Maus selbst auch ruhig mehr Schatten werfen können.
Gesicht, Körper und Füße hätten auch durch Licht und Schatten etwas mehr Form und Dreidimensionalität erhalten können.

Meinungen?

Heute zeige ich eine digitale Illustration von Horus.

Zeppelin von Horus / Siedlerdesign.de

Zeppelin von Horus / Siedlerdesign.de

Die Komposition finde ich sehr interessant, da das weiße Segelbot als hellste Stelle im Bild und als einzige symmetrische Form, direkt den Blick auf sich zieht, und somit dem Protagonisten, dem Zeppelin, die Show stielt. Vor allem aber auch, da die scharfe Spitze des Segelbootes bedrohlich auf den nahen Zeppelin weist und somit dem Betrachter die Verletzlichkeit deine solchen Luftschiffs wieder vor Augen führt.

Was ich weniger schön finde, ist die Tatsache, dass Zeppelin und Bot jeweils nahezu mittig auf dem Bild platziert sind, und somit wenig Spannung aufbauen können.
Das Zeppelin kann sich „farblich“ gut vom Hintergrund absetzen, da der vordere, helle Bereich vor dunklen Wolken befindet, und sich der hintere, dunkle Teil des Zeppelins vor hellem Hintergrund.
Um die Tiefe zu verdeutlichen, hätte die Skyline womöglich etwas heller sein können.

Meinungen? Gegenstimmen?

Heute zeige ich eine Illustration eines sehr begnadeten Kinderbuchillustrators.
Bernhard Oberdieck aus Ramerberg in Oberbayern zeigt auf seiner Homepage und auf der Homepage Kinderbuchillustration viele sehr schöne Werke, allesamt mit viel Liebe zum Detail. Sehr gut gefällt mir übrigens auch seine Version des Voldemort.

Die Illustration, die ich mir für heute jedoch herausgesucht habe, zeigt eine kleine Zirkus-Szene.

Zirkuszelt von Bernhard Oberdieck

Zirkuszelt von Bernhard Oberdieck

Mir gefällt die Komposition sehr gut. Das Zirkuszelt ist optisches Zentrum des Bildes, da es das hellste Objekt ist, und sich sowohl durch Größe als auch Form von den übrigen Bildelementen abhebt.
Die Augen wandern zur Spitze des Zelts und werden von den Personen, die allesamt zur Öffnung des Zeltes schreiten, auch zum Eingang geführt. Die Kutsche und die Köpfe der Tiere sind überwiegend dem Zelt zugedreht. Das Auge wird somit und auch am gespannten Zaun unten rechts gebremst und läuft auch oben nicht aus dem Bild, da ein großes Haus die Sicht auf den Weg versperrt (ebenso die Tanne auf der linken Seite) so bleibt das Auge stets im Zirkus-Geschehen.

Zwei kleine Kritikpunkte, die mir in den Sinn kommt: Die Fenster und Schornsteine der Hinteren Häuser, hätten etwas weniger Kontrast / Intensität erhalten können, um sie deutlicher in den Hintergrund, und somit in die Ferne zu rücken. Das Pferd vor dem Karren unten ist in deutlicher Bewegung, sieht aber aus, als ob es im Stillstand verharrt. Man hätte die Beine des Pferdes vielleicht etwas undeutlicher und mit aufgewühltem Staub umgeben können, um den Eindruck der Bewegung zu verdeutlichen. Ob so etwas bei Kinderbuchillustration, die ja von jedem Detail leben, „erlaubt“ ist, weiß ich allerdings nicht.

Alles in allem ein wunderschönes Bild, oder?
Weitere, positive oder negative, aber stets konstruktive Kritik willkommen!

Solange hier noch nicht ganz so viel los ist, werde ich erstmal nur eigene Beispiele zeigen.

An solchen Beispielen kann man sehen, was ich daraus gelernt habe – und Ihr könnt vielleicht auch noch etwas lernen.
Hier ist ein Bild aus einer Illustrationsserie, die ich vor einiger Zeit für das Buch „Wachen! Wachen!“ von Terry Pratchett (anyone? – Hier die Rezension von Literaturschock.de) angefertigt habe.
Links sieht man die erste Version, rechts die Korrigierte, was fällt auf?

Terry Pratchett Wachen! Wachen! von Pascal Liening

Terry Pratchett "Wachen! Wachen!" von Pascal Liening

  • Ganz wichtig: Das Fenster als Kompositions-Element. Auf der Linken Seite ist das Fenster, zusammen mit den beiden anderen vertikalen in einem genau gleichen Abstand. Gleicher Abstandsrhytmus zeugt hier von Langeweile und wirkt konstruiert, daher wenig „natürlich“. Das Fenster auf der rechten Seite ist natürlich nicht ganz Mittig zwischen den beiden Personen, sondern wieder „natürlich“ unsymmetrisch. Die Größe des Fensters hat sich geändert, da es nun schafft, als Hintergrund-Element doch die beiden Hauptelemente zu Verbinden. Es schlägt also eine visuelle Brücke zwischen den Personen. Das Auge gleitet von einer Person über den Fensterbogen zur anderen, und wird durch den horizontalen Tisch vor einem nach unten aus dem Bild gleiten gebremst.
  • Die Gesichter, besonders das linke sind auf der alten Version zu hell, die Person sitzt im Gegenlicht und wird kein erhelltes Gesicht haben.
  • Ebenso zeigt es auch eine bessere Wirkung, die Schriftrolle abzudunkeln.
  • Bei dem langen Schatten, den das Licht verursacht, sind auch die Beine sicherlich nicht mehr im Licht.

Fällt sonst noch etwas auf, das verbessert wurde? Oder findet Ihr, dass noch etwas hätte verbessert werden müssen? Ich freue mich auf ehrliches Feedback!