Dies ist eine politisch motivierte Illustration zu der Aussage Horst Köhlers: „Der Finanzmarkt hat ein Monster erschaffen“.

Finanzmarkt von Pascal Liening

Finanzmarkt von Pascal Liening

Diese Illustration war mein Beitrag zu „Minisprech„, einem tollen Projekt, an dem Ihr als Illustratoren unbedingt noch vor Ende des Jahres teilnehmen solltet!
Kurzfassung, worum es geht: Eine Illustration zu einer aktuellen Pressemeldung erstellen, auf der Illu frankieren und per Post an Minisprech senden. In 2009 wird eine Ausstellung mit allen Einsendungen veranstaltet. 40% des Erlöses gehen an den Einsender, 10% an Minisprech, 50% gehen an eine wohltätige Einrichtung, über die fortwährend abgestimmt wird. Eine Tolle Sache!

Zu meiner Illustration: Ich kann mir vorstellen, dass es natürlicher und spannender gewesen wäre, entweder die vorderen Personen oder das „Monster“ etwas weniger intensiv zu malen, oder abzudunkeln, um den Fokus klar auf ein Element zu legen. Da die Illu aber durchaus „Comic-Style“ ist, fand ich es in Ordnung, mehr Wert auf die Gesichtsausdrücke und Details zu legen, als auf natürliche Verhältnisse.
Was meint Ihr?

Sendet mir auch Eure Bilder!

Heute gibt es wieder eher ein abstraktes Bild.
Das Bild „Afrikanische Maske“ von Elena Beresnjak gefällt mir deshalb gut, da es farbenfroh erscheint, ohne zu bunt zu wirken.

Afrikanische Maske von Elena Beresnjak

Afrikanische Maske von Elena Beresnjak

Auch dass es unten relativ symmetrisch beginnt, nach oben hin aber diese Symmetrie verliert.
Man hätte vielleicht etwas mehr Schwung in den oberen Bereich der Form bringen können, vom
roten Element oben links bis zum blauen oben rechts verläuft nur eine leichte Steigung die etwas ungewollt erscheint, hier hätte man etwas mehr Dynamik einarbeiten können.
Auch dem Schwung der einzelnen Elemente könnte noch etwas nachgeholfen werden, so z.B. das
rote dreieckige Element oben links, das wiederum in sich einen Schwung in „S“-Form zeigt, der aber so gering ausfällt, dass es eher ungewollt erscheint und andernfalls dem Ganzen viel Dynamik verleihen könnte.
Dennoch insgesamt ein schönes Bild, in dem man noch viel mehr entdecken kann, als eine Maske!

Wie findet Ihr es?

Sendet mir auch Eure Bilder!

Heute gibt es mal wieder eine Fantasy-Illustration. Und dazu noch ein „Vorher-Nachher“ Bild. Hier geht es zwar auch um Komposition, jedoch eher um Farbigkeit und Helligkeit, und wie diese beiden Aspekte auch zur Komposition beitragen.

Down in the Caves von Pascal Liening

Down in the Caves" von Pascal Liening

Verbesserungen:

  • Das obere Bild besitzt in der Umgebung der Flammen zu wenig Gelb-Anteil, der Raum wirkt beleuchtet, doch nicht die Flammen scheinen die Lichtquelle zu sein.
  • Der Eingang zur Höhle im oberen Bild ist zu stark erhellt und läuft somit dem eigentlichen optischen Fokus „Feuer“ den Rang ab. Abgedunkelt in der unteren Version liegt der Fokus ganz klar auf dem Feuer.
  • Die Schatten auf dem oberen Bild sind fast schwarz, auf dem unteren sind sie natürlich farbig und geben somit etwas vom Licht der Umgebung wieder.

Weitere Meinungen sehr willkommen.

Schickt mir auch Eure Bilder!

Zum Wochenstart gibt es mal was ganz anderes. Ein weiteres Bild von Horus.

Windows von Horus

Windows von Horus

Es trägt den Titel „Windows – die Fenster zur Welt“. Hier gibt es den original Post.
Ich finde es ganz schön, dass die Farben eher helle, leuchtende Töne zeigen. So wirken die kleinen Fenster in ihrer Gesamtheit auf mich wie ein Großes, wie die farbigen Motiv-Fenster in einer Kirche oder alten Bauernhäusern.
Nur das Blaue oben links und das Dunkelrote unten mittig fallen mit Ihrer Dunkelheit etwas aus dem Rahmen.
Auch finde ich die Verteilung der Farbe rot etwas zu „regelmäßig“.
Vielleicht hätte man es noch spannender machen können, wenn man den Spachtelduktus bewusst abwechselnd horizontal / vertikal geführt hätte?

Was meint Ihr?

Schickt mir auch Eure Bilder! So gehts!

Heute zeige ich mal wieder ein Bild von mir.
BILDER VON EUCH SIND SEHR ERWÜNSCHT! Einfach zu mir mailen!

Bis dahin halt noch etwas von mir: Eine Kinderbuchillustration:

Kinderbuchillustration Maus von Pascal Liening

Kinderbuchillustration Maus von Pascal Liening

Die Komposition ist nicht sonderlich spannend, die Maus hätte mehr den Sessel verdecken können. Da Sessel und Bild beides halb angeschnitten sind, sieht das etwas seltsam aus.
Das grelle Leuchten von „draußen“ finde ich ganz schön, wirkt so ungewiss und spannend, jedoch hätte die Maus selbst auch ruhig mehr Schatten werfen können.
Gesicht, Körper und Füße hätten auch durch Licht und Schatten etwas mehr Form und Dreidimensionalität erhalten können.

Meinungen?

Heute zeige ich eine digitale Illustration von Horus.

Zeppelin von Horus / Siedlerdesign.de

Zeppelin von Horus / Siedlerdesign.de

Die Komposition finde ich sehr interessant, da das weiße Segelbot als hellste Stelle im Bild und als einzige symmetrische Form, direkt den Blick auf sich zieht, und somit dem Protagonisten, dem Zeppelin, die Show stielt. Vor allem aber auch, da die scharfe Spitze des Segelbootes bedrohlich auf den nahen Zeppelin weist und somit dem Betrachter die Verletzlichkeit deine solchen Luftschiffs wieder vor Augen führt.

Was ich weniger schön finde, ist die Tatsache, dass Zeppelin und Bot jeweils nahezu mittig auf dem Bild platziert sind, und somit wenig Spannung aufbauen können.
Das Zeppelin kann sich „farblich“ gut vom Hintergrund absetzen, da der vordere, helle Bereich vor dunklen Wolken befindet, und sich der hintere, dunkle Teil des Zeppelins vor hellem Hintergrund.
Um die Tiefe zu verdeutlichen, hätte die Skyline womöglich etwas heller sein können.

Meinungen? Gegenstimmen?

Heute zeige ich eine Illustration eines sehr begnadeten Kinderbuchillustrators.
Bernhard Oberdieck aus Ramerberg in Oberbayern zeigt auf seiner Homepage und auf der Homepage Kinderbuchillustration viele sehr schöne Werke, allesamt mit viel Liebe zum Detail. Sehr gut gefällt mir übrigens auch seine Version des Voldemort.

Die Illustration, die ich mir für heute jedoch herausgesucht habe, zeigt eine kleine Zirkus-Szene.

Zirkuszelt von Bernhard Oberdieck

Zirkuszelt von Bernhard Oberdieck

Mir gefällt die Komposition sehr gut. Das Zirkuszelt ist optisches Zentrum des Bildes, da es das hellste Objekt ist, und sich sowohl durch Größe als auch Form von den übrigen Bildelementen abhebt.
Die Augen wandern zur Spitze des Zelts und werden von den Personen, die allesamt zur Öffnung des Zeltes schreiten, auch zum Eingang geführt. Die Kutsche und die Köpfe der Tiere sind überwiegend dem Zelt zugedreht. Das Auge wird somit und auch am gespannten Zaun unten rechts gebremst und läuft auch oben nicht aus dem Bild, da ein großes Haus die Sicht auf den Weg versperrt (ebenso die Tanne auf der linken Seite) so bleibt das Auge stets im Zirkus-Geschehen.

Zwei kleine Kritikpunkte, die mir in den Sinn kommt: Die Fenster und Schornsteine der Hinteren Häuser, hätten etwas weniger Kontrast / Intensität erhalten können, um sie deutlicher in den Hintergrund, und somit in die Ferne zu rücken. Das Pferd vor dem Karren unten ist in deutlicher Bewegung, sieht aber aus, als ob es im Stillstand verharrt. Man hätte die Beine des Pferdes vielleicht etwas undeutlicher und mit aufgewühltem Staub umgeben können, um den Eindruck der Bewegung zu verdeutlichen. Ob so etwas bei Kinderbuchillustration, die ja von jedem Detail leben, „erlaubt“ ist, weiß ich allerdings nicht.

Alles in allem ein wunderschönes Bild, oder?
Weitere, positive oder negative, aber stets konstruktive Kritik willkommen!

Hier noch eine andere Illu von mir, das Titelbild für den Terry Pratchett Roman „Wachen! Wachen!“
Abgesehen von kleinen perspektivischen Fehlgriffen, würde ich hier eher etwas zur Lichtsituation kritisieren.

Terry Pratchett Wachen! Wachen! Cover von Pascal Liening

Terry Pratchett "Wachen! Wachen!" Cover von Pascal Liening

Da das Bild ein Aquarell ist, kann ich nicht mehr allzuviel daran ändern, aber man kann für das nächste Bild lernen und vielleicht hilft es dem einen oder anderen von Euch auch. Meine Kritik:

  • Das Licht um die Laterne herum ist zu gelb und somit unnatürlich
  • Die Umgebung (insbesondere Fußboden) dafür aber zu wenig gelb, es hat nicht den Anschein, als ob das Licht wirklich von der Lampe ausgeht.
  • Die Streben der Laterne werden nicht so einen starken Schatten auf den Tisch werfen, entweder schwächer, mit weniger scharfen Kanten, oder gar keinen.
  • Ebenso ist es schlecht, für den Schatten unter der Laterne schwarz zu verwenden. Es wirkt schmutzig und leblos. Der Schatten unter dem Tisch / Stuhl ist ein Braunton und wirkt natürlicher, nicht wie ein schwarzes „Loch“ im Bild.

Stimmt Ihr mir zu? Oder fällt Euch sonst noch etwas auf? Ich freue mich über jedes Feedback!

Solange hier noch nicht ganz so viel los ist, werde ich erstmal nur eigene Beispiele zeigen.

An solchen Beispielen kann man sehen, was ich daraus gelernt habe – und Ihr könnt vielleicht auch noch etwas lernen.
Hier ist ein Bild aus einer Illustrationsserie, die ich vor einiger Zeit für das Buch „Wachen! Wachen!“ von Terry Pratchett (anyone? – Hier die Rezension von Literaturschock.de) angefertigt habe.
Links sieht man die erste Version, rechts die Korrigierte, was fällt auf?

Terry Pratchett Wachen! Wachen! von Pascal Liening

Terry Pratchett "Wachen! Wachen!" von Pascal Liening

  • Ganz wichtig: Das Fenster als Kompositions-Element. Auf der Linken Seite ist das Fenster, zusammen mit den beiden anderen vertikalen in einem genau gleichen Abstand. Gleicher Abstandsrhytmus zeugt hier von Langeweile und wirkt konstruiert, daher wenig „natürlich“. Das Fenster auf der rechten Seite ist natürlich nicht ganz Mittig zwischen den beiden Personen, sondern wieder „natürlich“ unsymmetrisch. Die Größe des Fensters hat sich geändert, da es nun schafft, als Hintergrund-Element doch die beiden Hauptelemente zu Verbinden. Es schlägt also eine visuelle Brücke zwischen den Personen. Das Auge gleitet von einer Person über den Fensterbogen zur anderen, und wird durch den horizontalen Tisch vor einem nach unten aus dem Bild gleiten gebremst.
  • Die Gesichter, besonders das linke sind auf der alten Version zu hell, die Person sitzt im Gegenlicht und wird kein erhelltes Gesicht haben.
  • Ebenso zeigt es auch eine bessere Wirkung, die Schriftrolle abzudunkeln.
  • Bei dem langen Schatten, den das Licht verursacht, sind auch die Beine sicherlich nicht mehr im Licht.

Fällt sonst noch etwas auf, das verbessert wurde? Oder findet Ihr, dass noch etwas hätte verbessert werden müssen? Ich freue mich auf ehrliches Feedback!

„Hallo Welt“!
Was ist der Anspitzerblog?

Es geht um Illustration – okay, das liest man schon im Titel okay. Was aber genau soll hier passieren?
An dieser Stelle soll über Illustrationen diskutiert werden, und jeder Illustrator – ganz gleich ob Profi-Illustrator oder Hobby-Zeichner darf und soll mitmachen.

Daher auch Anspitzerblog: „Anspitzen“, nicht im Sinne von „ungespitzt in den Boden rammen“,
sondern im Sinne von verbessern, oder „Feinschliff geben“. Man soll also in der Gemeinschaft lernen und wachsen – ich genauso wie andere Interessierte hoffentlich auch, denn man lernt ja bekanntlich nie aus.

Interessierte senden mir Ihre Arbeit mit kurzer Anmerkung an:
anspitzerblog@gestaltig.de
und ich werde das Bild hier veröffentlichen, Tipps und Hilfe dazugeben und weiterhin hoffen, dass sich noch viele andere an der Hilfe beteiligen.
Es soll täglich über ein  neues Bild diskutiert werden. Wichtig ist hierbei, dass jeder zwar ehrlich aber nicht beleidigend kommentiert. Grundregel: Nur Kommentare, die weiter helfen, sind erwünscht. Weiterhin wichtig ist natürlich auch, dass man überhaupt versucht weiterzuhelfen, denn nur wenn man anderen hilft, kann man selbst Hilfe und gute Tipps erwarten.

Die Einsendungen können entweder bereits fertig gestellte Bilder sein, an denen im Nachhinein überlegt wird, was man vielleicht anders hätte machen können oder sollen – also: aus Fehler lernen. Die Bilder können sich aber auch mitten im Prozess befinden, mit einer Frage, wie man z.B. am besten weiter verfährt.

Oftmals starrt man viel zu lange auf seine eigene Arbeit und verliert den objektiven Blick für Fehler. Da sind Tipps und Hilfe von Gleichgesinnten ganz bestimmt hilfreich!
Also, ich bin gespannt.

Viele Grüße,
Pascal