Hier ein weiteres Bild von mir. (Ich nehme nur eigene Bilder, da Ihr noch so zurückhaltend seid – schickt mir doch einfach mal ein Bild von EUCH!)
Das Bild zeigt die „Second Bank of US“, in Philadelphia.
Der höchste Kontrast, und somit das optische Zentrum des Bildes, ist relativ mittig, dort wo die helle Säule gegen den dunklen Hintergrund steht. Das Auge wandert das Gebäude empor und wird vom Baum daran gehindert, aus dem Bild zu gleiten. Die Komposition finde ich eigentlich recht schön, obwohl mir nicht so gut gefällt, dass der Baum so in die Ecke gequetscht ist: Der Stamm hätte doch lieber ganz zu sehen sein sollen, so dass rechts noch etwas von der Umgebung im Bild zu sehen wäre. Aber das lässt sich leider nicht mehr ändern.
Was mir gut gefällt, sind die starken Schatten im Bild, es war um die Mittagszeit im Sommer und so zeigt sich sehr schöne Stimmung, von Licht und Schatten erzeugt.
Was meint Ihr?
Schickt mir auch Eure Bilder!


10 comments
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26 September, 2008 um 10:46
Waterwing
Hm also ich muss sagen das mit dem BAum als Abgrenzung finde ich wirklich interessant …. ist das generell so wenn Fluchtlinien zu was hin laufen was man nicht zentrieren möcht, dann unterbricht man es am besten durch andere Objekte ?
Ansonsten finde ich es durchaus gelungen , was mir hier am meisten Aufgefallen ist sind die schön zueinander harmonierenden FArben ^^ Das Rot und das Grün sind zwar normal Kontrastfarben, aber irgendwie finde ich wird der Effekt durch das dazwischen liegende weiß gedämpft (Naja und zum anderen vielleicht auch noch weil es kein so arg grelles rot ist) ^^
26 September, 2008 um 11:35
anspitzer
Danke für Deinen Comment!
Ja, gerade Elemente, die sich von den anderen abheben – wie hier, der weiße Stein vor der dunklen organischen Umgebung – führen die Augen schnell vom Geschehen fort, wenn sie im Anschnitt stehen. Ein „Hindernis“ hält die Augen im Geschehen, und führt diese in seiner Form am besten wieder zum Geschehen zurück.
Ich finde die Farben auch irgendwie gelungen, obwohl es gar nicht bewusst so geplant war, denn so waren die Farben vor Ort tatsächlich, ich habe nichts an der Szene verändert.
Rot und Grün sind doch komplementär-Kontraste und harmonieren daher zusammen
26 September, 2008 um 11:40
artworkofhorus
… zu grün und zu braun. Die Farben wirken echter, wenn sie gemischt sind (das sage ich als ehemaliger Dozent): z.B. grün ist geld und blau, wobei dunkelgrün hat meht blau und hellgrün mehr gelb. braun wird auch der rot-gelb-blau entstehen. In der Landschaft (auch in jeder Arbeit) wichtig, dass die Farben-Teilnehmer überall eingesetzt sind, d.h. auch die weisse Farbe ist nicht so blos weiss bzw. hellgrau o. grau, sondern hat ein wenig grünes (da wir hier die Bäume haben) und ein wenig erdisches und himmlisches. Wenn man damit grundsetzlich Probleme hat, dann wird man nur schwarz-weiss (als Grisaille) gearbeitet. Ich sage das, weil ich sehe, dass du dich viel an Details konzentriert (der Zaun, die verzierte Säulen). Das ist schön & gut. Doch ich wäre noch besser an deiner Stelle zuerst die malerische Aufgabe lösen z.B. den Hintergrund von Vordergrund logisch trennen. Wenn dich das Gebäude inspiriert hat, dann lieber nur das Gebäude (vielleicht nicht ganz, sondern nur ein Teil davon mit dem Dach, dem Fries und den Säulen)…
Die vielen Schatten, die du hier versucht uns zu zeigen – die sind nicht ganz korrekt, sie lenken ab – ich würde sie weg lassen. Mit großer Liebe zum Detail erzeugter Baum im Vordergrund spielt hier die Hauptrolle. Man muss das Bild auch entsprechend nennen: Das Portait des (amerikanischen) Baums. Obwohl das Gebäude im Hintergrund, das ist uns wichtig, nicht der Baum.
Der Unterschied (und das ist ein Hauptunterschied) zwischen Malerei und Fotografie liegt daran, dass man dabei ganz wählerisch kann bzw. muss. Das heißt ganz egal was, wenn es uns stört, dann weg damit. Und umgekehrt: wenn mein Raum sieht ein bisschen leer aus, dann mache ich dazu noch ein paar Objekte aus der Gegend einfügen. Das Bild muss interessant und spannend sein. Die Fotokamera hat beim Shooting keine Wahl: sie filmt alles, das ganze Dreck. Der Künstler aber macht kein 1:1 Abbild, er macht ein Märchen.
Und im ganzen: ganz gut, nur weniger braun & grün (ganz, nur als Mischung). P.S. Keine schwarze Farbe: die gibt es nicht (sie ist nicht natürlich).
26 September, 2008 um 11:41
Waterwing
^^ JA sie harmonieren, aber auf ne sagen wir heftige Art und und Weise … ich hab das mal bei einem Bild ausprobiert um das Gesicht besser in Szene zu setzten …und es hat schon gepasst, aber sagen wir ähm hm es ist eine Art „gespannte HArmonie“, …wenn ich jetzt noch ne dritte hervorstechende FArbe gewählt hätte, dann hätte das ganze Bild ruhiger gewirkt^^
26 September, 2008 um 12:29
artworkofhorus
Ja, eben. Nicht alles geht mit der Farbe. Manche Sachen sind grafisch. Es gibt Gesichter, die nur Ihre Formen zeigen, hier macht man sw-Malerei od. nur als Zeichnung (Kreide, Kohle und so also rein grafisch); und es gibt die schönen jungen Wesen oder auch nicht, die etwas buntes an(gezogen) haben, dann ist klar – die Wasserfarben sind dran. Hat man jedoch gleichzeitig bunte Farben und ein hartes Gesicht (ha-ha, so ein Zufall), dann vielleicht ist die Pastelle dran. Sie ist grafisch und gleichzeitig malerisch. Oder?
26 September, 2008 um 2:08
anspitzer
@ Horus:
Sehr interessant, was Du da mit den Mischfarben erzählst. Bei den Bäumen habe ich wirklich z.b. nur grün verwendet, und dann tlw. mit gelb lasiert. Sollte ich mal ausprobieren, ob es mit gelb-blau wirklich natürlicher wirkt.
Das „weiß“ und „grau“ im Bild ist aber durchaus farbig – es ist mit einem „unbunt“ gemalt, also rot,grün und blau gemischt. Manche Stellen schimmern grünlich, das Dach z.b. eher rötlich.
Die Schatten sind zwar dunkelbraun oder auch unbunt, aber dennoch ist es immer gut zu wiederholen, dass es kein Schwarz gibt!:)
Mit Details halte ich mich wirklich manchmal auf, da gebe ich Dir Recht – aber warum soll man denn den Hintergrund vom Vordergrund „logisch“ trennen? Der Hintergrund soll doch nur von der Wahrnehmung auch wirklich in den Hitnergrund rücken, daher sind das Haus und die Bäume mit weniger Kontrast gemalt (wie die Fenster). Doch – vielleicht meintest Du das – die Lampe und der Zaun hätten weniger Details bekommen müssen, da sie ja auch weiter vom Betrachter weg stehen.
Die Schatten sind nicht störend, sondern essentiell für die Stimmung und eigentlich Hauptakteur in diesem Bild. Der Baum hat ja gar nicht viele Details, Blätter und Rinde sind nicht durchgezeichnet, nur der Schatten, daher ist er zwar kräftig, weil im Vordergrund, aber durch mehr Struktur erlangt doch das Gebäude den Hauptaugenmerk.
Ich hatte auch nicht die Absicht mit diesem Bild ein Märchen zu erzählen, sondern wollte die Umgebung wirklich (so weit möglich) 1:1 widergeben, man kann zwar etwas mogeln, aber ich wollte defintiv nichts grundlegendes verändern.
@Waterwing / Horus
Ich finde, man kann auch mit Farbe Formen in Gesichtern zeigen – manche Medien passen bestimmt besser zu manchen Inhalten, aber zu sagen, eine bestimmte Technik kann nur bestimmte Motive malen kann, finde ich falsch.
26 September, 2008 um 2:32
artworkofhorus
jap. Man kann alles mit allen (Mitteln) malen, sogar mit Mascara (wie hier auf dem Video http://artworkofhorus.wordpress.com/2008/09/23/speed-painting-with-mascara/ ) – da hat man keine Grenzen. Wichtig ist, ob das ganze auch am Ende interessant und spannend oder im Gegenteil öde und mist wäre. Jeder darf experimentieren. In der Tat habe ich vor vielen Jahren meine Aquarelle-Bilder nach dem Austrocknen mit Bleistieft bzw. Farbstiften nachgezeichnet/nachgefärbt. (Die verdammte Liebe zum Detail). Und heute hat man sogar solche Aquarelle-Stifte, die sowas machen.
26 September, 2008 um 2:36
anspitzer
Mit Maskara finde ich jetzt nicht sonderlich spannend, ist ja auch nur ein „Pinsel“ mit Farbe, bloß mit nicht so feinen Pinselhaaren – In der Unizeit habe in eine Zeit lang Aquarelle nachräglich mit Tusche bemalt – aber nicht mit Pinsel, sondern mit einem herkömmlichen Ast. Das war prima um sich von den Details zu lösen;)
26 September, 2008 um 2:46
Waterwing
Es ging mir ja auch nur um die FArberklärung
Was man wie mit welchen Mitteln zeichnet dazu kann ich relativ wenig sagen weil ich ja LAie bin und nur aus dem Gefühl heraus zeichne (und auch andere Bilder nur nach GEfühl bewerte^^) was jetzt passen könnte ^^ Deswegen schau ich hier ja auch rein, weil ich denke das ich mir noch das ein oder andere abschauen kann ( und das funktioniert ja auch )^^
26 September, 2008 um 2:51
anspitzer
Ich finde oftmals kann man sich durchaus auf sein „Gefühl“ verlassen, was passt und was nicht!
Aber schön, dass Du das Gefühl hast, dass das Ganze hier was bringt, dann haben wir genau das Richtige erreicht